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Wenn die Welt des Kaffees, die immer voller Überraschungen und Kuriositäten steckt, sich mit der Wissenschaft zusammentut, die immer auf der Suche nach neuen Kraftstoffen ist, dann kommt der Car-puccino, das Auto, das Kaffee als Kraftstoff nutzt, aus England. Das Wissenschaftsprogramm "Bang Goes The Theory" von BCC1 hat den Car-puccino durch den Umbau eines Volkswagen Scirocco geschaffen, der für 400 Pfund gekauft wurde und dessen Ähnlichkeit mit dem DeLorean aus "Zurück in die Zukunft" besonders ins Auge sticht. In das Auto wurde ein Koffeinmotor eingebaut, der es durch die Nutzung der beim Erhitzen der Bohnen entstehenden Gase, Wasserstoff und Kohlenmonoxid, in Bewegung setzt und eine Geschwindigkeit von 100 km/h erreicht.

Der Car-puccino verbraucht durchschnittlich ein Kilo Kaffeebohnen alle 5 km, was 28 Espressi pro Kilometer entspricht, und für die gesamte Fahrt von London nach Manchester wurden 11.760 Kaffees verbraucht. Leider muss das Auto etwa alle 60 km anhalten, um Kaffeebohnen nachzutanken, und alle 100 km anhalten, um die Filter von den Abfällen zu reinigen, die sich während des Verbrennungsprozesses angesammelt haben...., weshalb die Testfahrt etwa 10 Stunden dauerte.

Sicherlich ist dieses Auto nicht unbemerkt geblieben, weil es eine Spur von Kaffeegeruch hinterlässt, aber diese edle Absicht, die Umwelt und den Geldbeutel zu schützen, hat nicht funktioniert. Die Kaffeemaschine ist nämlich keineswegs billig, denn sie ist 25 bis 50 Mal teurer als herkömmliche Autos, die mit Erdölderivaten betrieben werden. Und umweltfreundlich ist sie auch nicht, denn eines der Nebenprodukte der Verbrennung ist Kohlenmonoxid.

Der Car-puccino ist daher nur eine Demonstration dessen, was und wie viele ungewöhnliche Kraftstoffe ein Auto antreiben können: Der gleiche Mechanismus, der für die Nutzung von Kaffee als Kraftstoff verwendet wird, kann auch für den Antrieb des Car-puccino mit Holz, Erdnussschalen oder sogar landwirtschaftlichen Abfällen genutzt werden.

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