Gastritis ist ein akuter oder chronischer Entzündungsprozess der Magenwand: Die klassischen Symptome der Erkrankung sind Übersäuerung, Brennen, Magenkrämpfe, Erbrechen und Übelkeit. Während die chronischen Varianten eingehende diagnostische Untersuchungen und gezielte medikamentöse Therapien erfordern, reicht bei den leichteren und sporadischen Formen ein wenig Ruhe in Kombination mit einer leichten und angemessenen Ernährung aus. Häufig wird die Gastritis durch schlechte Ernährungsgewohnheiten wie den Missbrauch von Alkohol, Gewürzen, bestimmten Würzmitteln und Lebensmitteln, die die Magenschleimhaut reizen, verursacht. Auch der Missbrauch von Tabak und einigen häufig verwendeten Medikamenten mit gastrolesischen Eigenschaften kann das Auftreten einer Gastritis begünstigen.
Bei einer Gastritis ist es sehr wichtig, alle Lebensmittel zu meiden, die eine bereits entzündete Magenschleimhaut durch die Erkrankung weiter angreifen, und dazu gehört auch Kaffee. Der Röstgrad des Kaffees ist ausschlaggebend für diese Eigenschaft, die auch die empfindlichsten Mägen verärgern kann. Laut einer aktuellen Studie, die auf der Jahrestagung der American Chemical Society vorgestellt wurde, scheinen "dunkle" Röstungen (die bei höheren Temperaturen hergestellt werden) die Produktion von Magensäuren zu beeinflussen, indem sie deren Wirkung einschränken. Allein in den Vereinigten Staaten geben mehr als 40 Millionen Menschen an, dass sie aufgrund von Gastritis keinen Kaffee oder nicht so viel Kaffee trinken, wie sie gerne würden. Einige Kaffeeproduzenten", so Studienautorin Veronika Somoza, "behandeln die Bohnen mit Lösungsmitteln, um die Reizstoffe zu reduzieren. Die Wirksamkeit dieses Verfahrens muss jedoch noch überprüft werden, da es auch Substanzen hemmen könnte, die eine positive Wirkung haben".