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Die in der amerikanischen Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte und von Forschern der Rutger University unterzeichnete Studie zeigt, dass Koffein bei Mäusen vor Sonnenschäden schützt und somit Melanomen vorbeugt.

Der Schutzmechanismus betrifft angeblich ein Protein namens Atr: Da die meisten Proteine Enzyme (d. h. Katalysatoren biologischer Systeme) sind, wird dieses Enzym, das bei der Erkennung von Schäden an der DNA der Hautzellen in Aktion tritt, stark beansprucht und "ermüdet", wenn der Körper ultravioletten Strahlen ausgesetzt ist. Daher würde Koffein durch die Hemmung von Atr dazu beitragen, den Sonnenstrahlen und den von ihnen verursachten Schäden besser zu widerstehen.

Forscher der Rutger University haben Nagetiere genetisch so verändert, dass sie kein Atr in ihrer Haut produzieren. Die veränderten Mäuse wurden dann 40 Wochen lang dreimal pro Woche UVB-Strahlen ausgesetzt. Das Ergebnis? Die Meerschweinchen ohne Atr entwickelten ihren ersten Tumor drei Wochen später als normale Mäuse, und nach 19 Wochen hatten sie 68 % weniger Tumore als normale Mäuse.

In früheren Forschungsarbeiten war beobachtet worden, dass die Körper von Mäusen, die Wasser und Koffein erhielten und anschließend UVB-Strahlen ausgesetzt wurden, in der Lage waren, durch UV-Strahlen geschädigte Zellen zu eliminieren, wobei das Risiko einer Entartung von gesunden zu kranken Zellen geringer war. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass alle Nagetiere, die UVB-Strahlen ausgesetzt waren, sowohl in modifizierter als auch in nicht modifizierter Form, schließlich Neoplasmen entwickelten. Allan Conney, Direktor des Susan Lehman Cullman Labors für Krebsforschung in Rutgers, erklärt: "Die Tatsache, dass sie alle erkrankten, deutet darauf hin, dass die Hemmung des Enzyms Atr am besten funktioniert, wenn sich die UVB-bestrahlten Hautzellen noch in einem präkanzerösen Stadium befinden, d. h. bevor die durch die Lichtexposition verursachten Tumore vollständig "eingesetzt" haben. Er schließt mit der Feststellung, dass "die Anwendung von Koffein tatsächlich sonnenbedingte Neoplasmen verhindern könnte".

Was ist davon zu halten? Bevor Sie anfangen, koffeinhaltige Sonnenschutzmittel zu kaufen und aufzutragen, die fleißige Marketingfirmen nach dieser Nachricht produzieren könnten, sollten Sie vielleicht weitere Studien und wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema abwarten, um es zu bestätigen/vertiefen.

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