Da Koffein löslich ist, wurden bisher verschiedene Entkoffeinierungsverfahren getestet, um es aus Rohkaffee zu extrahieren:
Mit Kohlendioxid
Die grünen Bohnen werden mit Wasserdampf und Wasser befeuchtet, bis sie den richtigen Feuchtigkeitsgehalt (maximal 40 %) erreicht haben. Anschließend werden die Bohnen zusammen mit dem Kohlendioxid, das sich in einem besonderen physikalischen Zustand befindet, der als "überkritisch" bezeichnet wird, durch den Extraktor geleitet. Dieser Zustand hat die doppelte Eigenschaft, dass es wie ein Gas diffundiert und sich wie eine Flüssigkeit auflöst. Bei dieser Methode werden keine anderen Stoffe verwendet. Die Extraktion erfolgt "schonend" und erfordert einen Druck zwischen 120 und 250 Atmosphären. Die Bohnen werden schließlich vom Koffein getrennt und getrocknet. Die Entkoffeinierung mit C02 gewährleistet eine hohe Selektivität der Extraktion und beeinträchtigt nicht die anderen Substanzen, die zur Qualität des Kaffees beitragen.
Mit Dichlormethan oder Ethylacetat
Auch hier werden die grünen Bohnen zunächst mit Dampf befeuchtet und dann durch die Extraktoren geleitet, wo sie mit Dichlormethan oder Ethylacetat (zwei organischen Substanzen, die nach den geltenden europäischen Rechtsvorschriften zugelassen sind) entkoffeiniert werden. Durch eine anschließende Dampfbehandlung werden alle Rückstände entfernt, und schließlich werden durch das Rösten weitere Spuren verdampft.
Es wird betont, dass es sich bei beiden Flüssigkeiten um flüchtige Verbindungen handelt, von denen keine Spur im Rohkaffee, geschweige denn im gerösteten Kaffee, zurückbleibt.